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Am 11.02.2020 war die Klasse 7a, die an dem Schulwettbewerb „Waste Watching“ von Edeka teilnimmt, in ihrem Partnermarkt Edeka Lonsdorfer in der Koßmannstraße St. Arnual zu Besuch.

Dort wurden wir sehr freundlich von der Marktleiterin Josephine Lonsdorfer empfangen, die uns zunächst über den allgemeinen Aufbau der Edekamärkte informierte.

Edekamarkt FrontEdeka ist ein Verbund aus eigenständig betriebenen Märkten mit derselben Marketingstrategie, die Produkte in jedem Preissegment anbieten. Wenn es also darum geht, ein Thema wie zum Beispiel "Nachhaltigkeit" zu verwirklichen, gibt es zwei unterschiedliche Herangehensweisen:

1. Die Zentrale kann die Teilnahme an Projekten vorgeben. So kooperieren zum Beispiel alle Edekamärkte seit 2009 mit dem WWF (World Wide Fund For Nature) und setzen sich gemeinsam für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein (weitere Informationen).

2. Der einzelne Markt kann eigenständig Ideen zur Nachhaltikeit umsetzen. So hat der Edekamarkt Lonsdorfer in der Koßmannstraße zum Beispiel seit Kurzem LED-Lampen, da sie energieeffizienter sind. Sie achten darauf wenig wegzuwerfen und verzichten auf Plastiktüten im Obst-/Gemüsebereich wie an der Kasse.
Frau Lonsdorfer wies daraufhin, dass jeder Markt einen für den Verbraucher angenehmen Verkauf gestalten möchte. Diese Convenience-Produkte oder das bequemliche Verkaufsverhalten steht jedoch oft in Konflikt zu dem Thema "Nachhaltigkeit". Beides sollen Märkte gewährleisten können, denn jeder Käufer legt ein anderes Kaufverhalten an den Tag.

Nach dieser kurzen Einführung durften wir uns alle im Markt ein Produkt unter dem Motto "Ist Plastik per se schlecht?" aussuchen. Demnach gingen wir auf die Suche und bemerkten recht schnell, dass wir nicht lange suchen müssen, um Plastikprodukte oder Plastikverpackungen zu finden, sondern überlegen müssen, wo Plastik sinnvoll ist und wo eben nicht. Nach fünf Minuten hatte jeder etwas gefunden, worüber wir gerne einen Überblick geben möchten:

1. Viele griffen direkt zu den Süßigkeiten. Ihr kennt es alle: Süßigkeiten im Miniformat - seien es Schokolade oder Gummibärchen -, die für sich in Plastik verpackt sind und dann nochmal zu fünfzehnt oder zwanzigst in einer großen Plastikverpackung abgepackt sind. Schnell waren wir uns alle einig: Hier finden wir die äußere Verpackung sehr unnötig, ge-nauso gut könnten sie auch durch eine Papierverpackung verpackt werden.

Plastikteller bearbeitet2. Wer kennt es nicht? Man feiert eine Party und lädt zu viele Gäste ein als dass man genü-gend Besteck und Teller für sie hätte, oder man hat keine Lust so viel zu spülen oder ist zum Picknick draußen in der Natur unterwegs, da sind Porzellanteller viel zu schwer. Viele von uns hat dieser Gedanke bei der Auswahl der Produkte verfolgt und so brachten gleich mehrere Plastikgabel, Plastikteller und Plastikbecher mit. Unsere Lehrerin hatte sich etwas Ähnliches ausgesucht: Pappbecher in einer Plastikverpackung mit der Aufschrift "Recyclingfähig - Der Umwelt zuliebe!". Auch hier waren wir alle einer Meinung: Gegen Plastikgeschirr und für das Geschirr aus dem Haushalt oder für die Pappalternative. Nun stand die Frage im Raum, warum die Pappbecher in Plastik verpackt sind - von wegen der Umwelt zuliebe. Hier wies ein Schüler daraufhin, dass er finde, das Plastik sei hier nötig und wichtig, denn es würde die Becher schützen. Die Marktleiterin unterstützte diesen Gedanken und erklärte, dass das Plastik hier eine Schutzfunktion hätte, denn wenn die Becher lose im Markt stünden, dann würde sie jeder anfassen und daraus wolle man weder trinken noch essen. Der Trend in Sachen Plastikgeschirr geht - laut Aussage der Marktleiterin - zurück, jedoch sei es eine Sortimentsvorgabe. Eine Schülerin erwähnte, dass es auch Mehrwegplastikteller gäbe, die man besonders als Kind benutzt hätte. Auch hier würde man versuchen dem Trend zu folgen und die Plastikgabeln dicker herstellen, um so zu gewährleisten, dass man sie wiederverwenden könnte (!), was aber das Problem nicht löst. Frau Lonsdorfer machte jedoch darauf aufmerksam, dass wir es sind, die daran etwas ändern könnten. Denn mit unserem Einkaufsverhalten steuern wir das Angebot im Markt. "Ich habe es in der Hand!" - Durch mein Einkaufsverhalten kann ich ein Statement setzen und aktiv auf Nachhaltigkeit aufmerksam machen. So können Viele allein jeder für sich etwas ändern!

Plastikflaschen bearbeitet3. Ein nächstes Produkt, das zu Anfang direkt den Stempel "Plastik unnötig" erhielt, waren in Sixern verpackte Plastikpfandflaschen. Es wurde die Idee geäußert, Glasflaschen zu ver-wenden. Wären die Flaschen aus Glas, wäre das Produkt wesentlich schwerer als ihre Plas-tikalternative und der Transport mit dem LKW anstrengender. Durch die erhöhte Last ver-braucht dieser mehr CO2, was wiederum schlecht für die Umwelt ist. Aber auch hierbei wies die Marktleiterin darauf hin, dass durch das Pfandsystem Nachhaltigkeit bereits ange-strebt wird, man es aber auch hier selbst in der Hand habe, wo man die Flaschen entsorgt. Denn wenn man die Flasche zum Pfandautomat zurückbringt, erhält man 25 Cent und ca. 90% wird recycelt.

4. Ähnlich verhält es sich mit der Frage, ob Shampoo und / oder Duschgel nicht mehr in einer Plastikverpackung angeboten werden sollte, sondern in Glas. Auch hier gingen die Meinungen auseinander, aber wir stimmten alle zu, dass es in der Dusche oder Badewanne viel gefährlicher ist, wenn die Glasshampooflasche auf den Boden fällt und Verletzungsgefahr besteht, als wenn die Plastikverpackung hinfällt. Eine bessere und sinnvoll-plastikfreie Lösung wäre die Seife am Stück, die denselben Effekt erzeugt wie die Flüssigalternative.

Als Fazit konnten wir festhalten, dass wir selbst überlegen müssen, ob wir die Plastikverpackung bzw. das Plastikprodukt sinnvoll finden. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollte man es nicht kaufen.

Frau Lonsdorfer wies uns noch auf zwei Nachhaltigkeitsprojekte hin, die jeder ganz schnell und einfach umsetzen kann. Anstatt bei Obst und Gemüse zu Plastikverpackungen zu greifen, kann man Obst-/Gemüsemehrzwecknetze als Schutz verwenden oder Obst und Gemüse ohne Verpackung kaufen, da viele Lebensmittel durch ihre Schale bereits geschützt sind. In der Bäckerei gibt es statt der Brottüten, Jutebrotbeutel, die immer wieder benutzt werden könnten.

Edeka möchte die Menschen unterstützen, die ihr Einkaufsverhalten an diese Prinzipien anpassen. So bekommt man eine Baumpflanzkarte. Pro Einkauf durch Mehrwegboxen, -netze und / oder -becher erhält man einen Stempel oder Herzaufkleber für die Baumpflanzkarte. Und wenn diese Karte zehn Stempel hat, dann pflanzt Edeka pro Karte einen Baum, um der Umwelt zu helfen.

Wir finden diese Aktion super und einige wollen in Zukunft mit ihren Eltern darauf achten und auch so etwas Gutes tun.

Letztendlich geht ein ganz herzlicher Dank an Frau Lonsdorfer, die sich Zeit genommen hat, alle Fragen zu beantworten, zu kritischem Denken angeregt und uns den Markt gezeigt hat. Vielen herzlichen Dank für Ihr Engagement! Wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch!

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