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Letzten Donnerstag, 02. Mai 2019, besuchte der Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes, Ulrich Commerçon, im Rahmen der Europawochen unsere Schule. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 hatten im Vorfeld im Unterricht unter anderem Fragen zu Themen wie Brexit, aufkommender Nationalismus, Flüchtlingspolitik oder Europawahl gesammelt, die von drei Moderatoren vorgetragen wurden.

Zunächst aber waren alle neugierig zu erfahren, ob Herr Commerçon sich auch schon im Alter der Jugendlichen für Politik interessierte: „Schon als sehr junger Mensch haben mich politische Themen beschäftigt und was aktuell um mich herum passiert. Ich habe mich gegen das Waldsterben engagiert, mich ehrenamtlich in der evangelischen Kirche eingebracht und gegen das Wettrüsten demonstriert“, so der Bildungsminister.

 

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Ein Thema, welches die anwesenden Schülerinnen und Schüler momentan sehr bewegt, ist der bevorstehende Brexit (Ausstieg Großbritanniens aus der EU). Genau deshalb waren sie umso gespannter, wie denn die Meinung des Ministers dazu ist. Laut Ulrich Commerçon ist das Vorhaben Großbritanniens ein „riesiger Fehler“ und es hätte gerade auch im Saarland erhebliche Auswirkungen, da die Briten ein wichtiger Handelspartner für uns sind. Auch wenn das Reisen nach Großbritannien ohne offene Grenzen schwieriger werden wird und ebenso das Studieren und Arbeiten dort, versicherte er, dass es ausreichend gemeinsame Bemühungen gibt, dass beispielsweise Austauschprogramme für junge Menschen weiterhin bestehen bleiben und finanziell von der EU unterstützt werden. Commerçon vermittelte den Jugendlichen weiter, dass die Europäische Union eine gemeinsame Verantwortung hat und für außenpolitische Fragen (z.B. die Aufnahme von Flüchtlingen) gemeinsame Lösungen gefunden werden sollten.

 

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Die Tendenz, dass in einigen europäischen Ländern- auch Deutschland- immer mehr Menschen radikalere Parteien wählen, bereitet auch dem Bildungsminister Sorgen. Einige Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in der Gesellschaft „abgehängt“ und umso wichtiger ist es gerade als Politiker, den Menschen ihre Ängste vor der Zukunft zu nehmen, für Stabilität zu sorgen und die sozialen Probleme im Land anzupacken (z.B. Kinderarmut).

 

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„Wie kann man denn junge Leute motivieren, wählen zu gehen?“, lautete eine weitere Frage. Hier sei politische Bildung in Schulen ganz wichtig, um den jungen Leuten bewusst zu machen, dass es sich lohnt sich um die eigene Zukunft zu kümmern, mitzugestalten und sich einzumischen (z.B. auch in der Schülervertretung und in Vereinen). Wichtig ist außerdem, ihnen zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Die Jugendbewegung „Fridays for Future“, über die sich gerade auch unsere Schülerinnen und Schüler viele Gedanken machen und deren Demonstrationen manche auch bereits besucht haben, hält Ulrich Commerçon für gut und notwendig, um der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass es so auf unserem Planeten nicht weitergehen kann und etwas passieren muss. Regelmäßig befindet er sich im Austausch mit den Organisatoren von „Fridays for Future Saarland“. Nur demonstrieren bzw. streiken reicht aber seiner Meinung nach nicht aus, sondern Projekte zu den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit sollten mehr im Lehrplan verankert sein und auch die Bereitschaft, dass jeder für sich bewusster und klimafreundlicher den Alltag lebt.

 

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Eine letzte Frage eines Schülers in der Diskussionsrunde war am Ende: „Ist ihr Leben als Politiker anders als meins? Wo liegen die Unterschiede?“ Darauf der Bildungsminister: „Nun, ich kenne dich noch nicht wirklich und weiß nicht wie dein Leben aussieht! Aber ich denke schon, dass es einige Unterschiede gibt. Ich habe oft einen 16-Stunden-Tag und jeden Tag passiert sehr viel Neues. Oft muss ich am Wochenende auch arbeiten. Ich reise viel und habe außerdem einen Dienstwagen mit Fahrer, damit ich auch im Auto arbeiten kann. Akten Lesen ist nicht immer so spannend, aber mit so vielen und unterschiedlichen Menschen zu tun zu haben, genieße ich sehr und dass ich aktiv etwas verändern und mitgestalten kann.“

Ein spannender Morgen für die Schülerinnen und Schüler, die ihre wichtigen Fragen loswerden konnten und die Chance hatten, direkt mit einem Politiker ins Gespräch zu kommen!

 

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